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Eine
interaktive Ausstellung über Krieg und Frieden, Gewalt und Freiheit, Macht
und Toleranz Die
Friedensfabrik In der Friedensfabrik stehen 15
Maschinen mit zahlreichen Geräten. Die Besucher produzieren Frieden und
Freiheit. Mit allerlei Werkzeugen entdecken sie, dass Toleranz Grenzen hat,
dass Freiheit an Regeln gebunden ist, dass Konflikte auf verschiedene Arten
gelöst werden können. Die Metapher der Fabrik impliziert eine aktive Haltung.
Die Besucher treffen Wahlen, führen Aufträge aus und testen ihre Meinung. Zu
zweit füllen sie einen Rundgangsplan aus. Die Fabrikatmosphäre wird mit
Licht- und Geräuscheffekten intensiviert. In der Friedensfabrik wird ein Bezug zwischen Krieg und Frieden, zwischen Vergangenheit und Gegenwart hergestellt. Allmählich kommen die Besucher dahinter, dass die Ausstellung eigentlich von ihnen selbst handelt, von eigenen Normen, Haltungen und Verhaltensweisen. Obwohl die Friedensfabrik sich vor allem an Jugendliche richtet, gibt es auch für Erwachsene viel zu entdecken. Innerhalb Sekundarstufe 1 kann auf drei Niveaus gearbeitet werden: Jahrgangsstufe 5/6, Hauptschule und Realschule/Gymnasium. Für Lehrer und Klassenbegleiter steht eine Anleitung zur Verfügung, um alle Erfahrungen miteinander zu verarbeiten.
Der Toleranzmesser Darf ein Imam Homos mit Schweinen
vergleichen? Bist du so versöhnlich, dies zu tolerieren oder ist hier eine
Grenze erreicht? Mit Hilfe des Toleranzmessers bestimmst du, wo deine Grenzen
liegen. Achte darauf, dass du nicht zu versöhnlich wirst. Gegen
Diskriminierung und Intoleranz muss aufgetreten werden, aber auch gegen
Gleichgültigkeit. Die Gewaltscheibe Du spielst ein Computerspiel, bei dem
du Fußgänger totfahren musst. Was findest du davon? Eine Demonstration gegen sinnlose
Gewalt findet statt. Gehst du mit? In der Klasse wird stets dasselbe Mädchen schikaniert.
Was tust du? Nach Beantwortung der neun Fragen gibt die Gewaltscheibe einen
Kommentar und einen Tipp. Der Tatsachen-Meinungsindikator In einer Ehe muss der Mann der Boss
sein. Das ist eine Meinung. Auf der Welt sind viel mehr Männer als Frauen
Soldat. Das ist eine Tatsache. Entscheide bei sechs Behauptungen, ob sie
Tatsache oder Meinung sind. Indem du mit der Hebelpresse deinen Rundgangsplan
stempelst, kontrollierst du die Antwort. Die Vorurteilswaage Niederländer sind knausrig. Belgier
sind dumm. Behinderte sind bedauernswert. Alte Menschen sind langweilig. Arme
Menschen sind arm, weil sie faul sind. Wenn du ein Urteil abgibst, bevor du
jemanden kennst, ist das ein Vorurteil. Es sind Behauptungen, die nicht wahr
sind. Das entdeckst du mit der Vorurteilswaage.
Die Sündenbockmühle Täter, Sündenböcke, Zuschauer und
Personen, die sich widersetzen. Diese vier Gruppen bilden den
Sündenbockmechanismus. Damals und heute. Früher schickte man einen Bock in
die Wüste. Heute beschuldigt man nicht mehr ein Tier, aber Sündenböcke gibt
es immer noch. Wer will, kann etwas dagegen tun. Entdecke den Unterschied
zwischen Mobben und Necken. Und stell deine eigene Anti-Mobbing-Hitliste
zusammen. Der Freiheitssucher Nie mehr zur Schule. Alles sagen
können, was du willst. Tun, wozu du Lust hast. Ist das Freiheit? Nein,
Freiheit ohne Regeln gibt es nicht. Es wäre ein Chaos. Verkehrsregeln, Filzen
im Stadion, Passkontrolle auf dem Flughafen. Es gibt Beschränkungen. Sie sind
nötig, um die Freiheit miteinander zu verteilen. Der Machtsortierer Macht ist lange nicht immer negativ.
Sie kann auch positiv gebraucht werden. Wer der Boss ist, muss aber schon
ehrlich sein. Macht kann auf Geld, Körperkraft, Sachkunde oder Befugnis
gründen. Was ist dein stärkster Punkt? Die Konfliktrolle Du darfst von den Eltern aus wählen,
wohin es in den Urlaub gehen soll. Deine Schwester will nach
Spanien. Du willst zum
Bodensee. Wie erreichst du dein Ziel? Gebrauchst du Macht, um deinen Willen
durchzusetzen? Oder gibst du nach? Wie schwer fällt für dich eine gute Stimmung ins Gewicht?
Die Tut-mir-leid-Röhre Traudl
war Hitlers Sekretärin. Später
bedauerte sie dies. Jan bereut es, dass er als junger Soldat in
Niederländisch-Indien den Auftrag gab, einen Freiheitskämpfer zu erschießen.
Peter ist Schüler. Er bedauert es, dass er ein Kind in der Schule schikaniert
hat. Was bedauerst du? Der Lügendetektor Wann
darfst du lügen? Wenn es
Krieg ist? Und wen darfst du anlügen? Deinen Feind? Manchmal scheint lügen
weniger schlimm als wenn von deiner Familie schlecht gesprochen wird. Auch Respekt
wird unterschiedlich beurteilt. Wer hat den größten Respekt vor seinem Vater?
Frecher Dirk, der ihm hilft oder braver Memmeth, der ihn sitzen lässt? Der Kriegsentscheider Wann darf man einen Krieg anfangen?
Wenn es um Rückeroberung deines Landes geht? Oder um Menschen aus der
Unterdrückung zu befreien? Und wann dürfen Atombomben eingesetzt werden? Nie?
Der Kriegsentscheider liefert eine Stellungnahme zu all diesen Dilemmas. Die Zeitmaschine Menschen haben immer Krieg geführt,
aber auch wieder Frieden geschlossen. Mal wurde gekämpft, mal verhandelt. Mit
viel Gewalt wurde der Zweite Weltkrieg beendet. Doch die Mauer in Deutschland
fiel geräuschlos. Das
Denkmalrad Die Friedensfabrik
ist von der Stiftung Vredeseducatie Utrecht entwickelt worden.
Zusammenstellung und Konzept: Jan Durk Tuinier und Geu Visser. Gestaltung und
Produktion: Hayo van Gemerden. Mit finanzieller
Unterstützung der folgenden niederländischen Institutionen: Direktion VVB des
Gesundheitsministeriums, Direktion CIM
des Justizministeriums, VSB-Fonds, Stiftung Kinderpostzegels,
Nationaler Jugendfonds Jantje Beton, Stiftung SFMO/Bank- und Giroloterij,
SKaN-Fonds, Haëlla-Stiftung, K.F. Hein Fonds, M.A.O.C. Gravin van Bylandt
Stiftung, Mr. Paul de Gruyter Stiftung, SIOC und die Stiftung Elise Mathilde. Die Friedensfabrik
kann man mieten. Stichting
Vredeseducatie, Biltsestraatweg 160, 3573 PS Utrecht. Tel. **-31-302723500. Übersetzung: Giuanna Egger
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